Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für Dienstleistungen aus den Bereichen
Virtuelle Assistenz · Vorbereitende Buchhaltung · Coaching & Beratung
Stand: August/2026
(B2B – ausschließlich Unternehmerkunden)
§ 1 Geltungsbereich & Vertragsgrundlagen
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Dienstleisterin und ihren Kunden, sofern diese Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind.
(2) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn die Dienstleisterin ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
(3) Individuelle Vereinbarungen, Angebote, Leistungsbeschreibungen oder Rahmenverträge gehen diesen AGB im Zweifel vor.
(4) Diese AGB gelten auch für die Buchung von Workshops und Online-Veranstaltungen der Dienstleisterin (§ 6a). Buchungen und Vertragsabschlüsse stehen ausschließlich Unternehmern im Sinne des § 14 BGB offen; ein Vertragsabschluss mit Verbrauchern erfolgt nicht.
§ 2 Leistungsarten und Vertragsbeziehung
(1) Die Dienstleisterin bietet folgende Leistungen an:
a) Virtuelle Assistenz & administrative Dienstleistungen,
b) Vorbereitende Buchhaltung & Finanzorganisation,
c) Coaching, Workshops & strukturierende Beratung, auch in Form terminierter Online-Gruppenveranstaltungen (Workshops).
(2) Die Leistungen werden als Dienstleistungen im Sinne der §§ 611 ff. BGB erbracht. Ein bestimmter wirtschaftlicher oder geschäftlicher Erfolg wird nicht geschuldet.
(3) Art, Umfang und konkrete Ausgestaltung der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, einer Leistungsbeschreibung oder einer individuellen Vereinbarung zwischen den Parteien.
§ 3 Zusammenarbeit & Kommunikation
(1) Die Zusammenarbeit erfolgt in der Regel digital per E-Mail, Videokonferenz, Telefon oder über gemeinsam genutzte Tools und Plattformen.
(2) Die Leistungserbringung erfolgt grundsätzlich ortsunabhängig im Remote-Modell, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird.
(3) Die Dienstleisterin führt ihre Leistungen selbständig und eigenverantwortlich aus.
(4) Erreichbarkeiten, Reaktionszeiten und Kommunikationswege können individuell zwischen den Parteien abgestimmt werden.
(5) Eine ständige Verfügbarkeit der Dienstleisterin wird nicht geschuldet. Anfragen werden im Rahmen üblicher Geschäftszeiten und nach betrieblicher Möglichkeit beantwortet.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt alle zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Daten sowie Zugänge zu Systemen und Plattformen rechtzeitig, vollständig und korrekt zur Verfügung.
(2) Verzögerungen oder Mehraufwände, die durch fehlende, verspätete oder unvollständige Mitwirkung des Kunden entstehen, können zu einer Anpassung von Fristen sowie zu zusätzlichem Aufwand führen.
(3) Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten, Systeme und Zugänge selbst verantwortlich.
(4) Entscheidungen, Bewertungen, Einordnungen und Freigaben liegen grundsätzlich in der Verantwortung des Kunden.
(5) Der Kunde stellt sicher, dass von ihm bereitgestellte Systeme, Tools, Plattformen und Zugänge funktionsfähig sind und rechtmäßig genutzt werden dürfen.
(6) Die Dienstleisterin übernimmt keine Haftung für Funktionsstörungen, Sicherheitsrisiken oder Datenverluste, die aus der technischen Infrastruktur, den Systemen oder den Zugangsdaten des Kunden resultieren.
(7) Der Kunde ist verantwortlich für die sichere Verwaltung von Zugangsdaten, Passwörtern sowie sicherheitsrelevanten Informationen. Empfohlene Sicherheitsmaßnahmen wie sichere Passwörter oder Zwei-Faktor-Authentifizierung liegen im Verantwortungsbereich des Kunden.
(8) Zugangsdaten, Passwörter oder sicherheitsrelevante Informationen sollen nach Möglichkeit über geeignete sichere Übertragungswege (z. B. Passwortmanager oder geschützte Freigaben) übermittelt werden. Erfolgt die Übermittlung auf Wunsch oder Initiative des Kunden über ungesicherte Kommunikationswege wie E-Mail, Messenger-Dienste oder vergleichbare Systeme, liegt die Verantwortung für die gewählte Übermittlungsform beim Kunden. Die Dienstleisterin übernimmt in diesen Fällen keine Haftung für Sicherheitsrisiken oder Datenverluste, die aus der gewählten Übermittlungsform entstehen. Die Dienstleisterin ist berechtigt, unsicher übermittelte Zugangsdaten nach Abschluss der Einrichtung zu löschen.
§ 5 Vergütung & Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung erfolgt je nach Vereinbarung auf Basis eines Stundensatzes, eines Stundenpakets oder einer monatlichen Betreuungspauschale.
(2) Leistungen auf Stundenbasis werden nach dem tatsächlich angefallenen Zeitaufwand abgerechnet.
(3) Stundenpakete oder Betreuungspauschalen sind – sofern nicht anders vereinbart – im Voraus für den jeweiligen Leistungszeitraum zu bezahlen.
(4) Nicht genutzte Stunden aus Stundenpaketen können einmalig in den unmittelbar folgenden Monat übertragen werden. Ein weiterer Übertrag ist ausgeschlossen. Danach verfallen nicht genutzte Stunden.
(5) Kann die Dienstleistung aufgrund fehlender Mitwirkung des Kunden nicht erbracht werden, gilt das vereinbarte Stundenpaket oder die Betreuungspauschale dennoch als vollständig vergütet.
(6) Rechnungen werden in der Regel elektronisch übermittelt und sind sofort ohne Abzug zur Zahlung fällig. Der Kunde gerät spätestens 7 Tage nach Rechnungsdatum automatisch in Verzug, ohne dass es einer Mahnung bedarf.
(7) Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
§ 6 Terminregelungen, Stornierung und Nichterscheinen
(1) Vereinbarte Termine für Meetings, Coachings, Beratungen oder Abstimmungen gelten als verbindlich.
(2) Eine kostenfreie Stornierung oder Terminverschiebung ist bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.
(3) Erfolgt eine Absage weniger als 24 Stunden vor dem Termin, werden 50 % der vereinbarten bzw. geplanten Meetingzeit berechnet.
(4) Bei Nichterscheinen des Kunden zum vereinbarten Termin oder bei Absage weniger als 2 Stunden vor Terminbeginn wird die volle vereinbarte Meetingzeit berechnet.
(5) Bei bestehenden Stundenpaketen, Betreuungspauschalen oder Kontingenten wird die entsprechende Terminzeit vom verfügbaren Stundenkontingent abgezogen.
(6) Die Dienstleisterin ist berechtigt, Termine aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, technische Störung, höhere Gewalt) zu verschieben. In diesem Fall wird ein Ersatztermin vereinbart.
(7) Die Regelungen dieses § 6 gelten für individuell vereinbarte Einzeltermine (1:1). Für die Buchung von Workshops und Online-Gruppenveranstaltungen gelten vorrangig die Regelungen in § 6a.
§ 6a Workshops und Online-Veranstaltungen
(1) Die Dienstleisterin bietet Workshops und Online-Veranstaltungen als terminierte Gruppenveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl an. Die Buchung steht ausschließlich Unternehmern im Sinne des § 14 BGB offen. Mit der Buchung bestätigt der Kunde, im Rahmen seiner selbständigen, gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit und nicht als Verbraucher zu handeln.
(2) Die Buchung erfolgt über das auf der Website eingebundene Buchungssystem. Mit dem Absenden der Buchung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit Zugang der Buchungsbestätigung der Dienstleisterin (in der Regel per E-Mail) zustande. Die Zahl der Plätze ist begrenzt; die Berücksichtigung erfolgt in der Reihenfolge des Zahlungseingangs.
(3) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung ausgewiesenen Preise je Teilnehmerplatz. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
(4) Die Teilnahmegebühr ist mit der Buchung, spätestens jedoch vor Veranstaltungsbeginn, zur Zahlung fällig. Die Zahlung erfolgt über den im Buchungssystem angebotenen Zahlungsdienstleister (insbesondere PayPal, einschließlich Kreditkartenzahlung). Ein Anspruch auf Teilnahme besteht erst nach vollständigem Zahlungseingang.
(5) Eine kostenfreie Stornierung ist bis spätestens 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn möglich; bereits gezahlte Teilnahmegebühren werden in diesem Fall erstattet. Bei späterer Stornierung oder bei Nichtteilnahme wird die volle Teilnahmegebühr fällig bzw. nicht erstattet. Der Kunde ist berechtigt, bis zum Veranstaltungsbeginn einen Ersatzteilnehmer zu benennen, der die Teilnahmevoraussetzungen nach Absatz 1 erfüllt.
(6) Die Dienstleisterin ist berechtigt, eine Veranstaltung bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl oder aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, technische Störung, höhere Gewalt) abzusagen oder zu verschieben. Bei einer Absage wird eine bereits gezahlte Teilnahmegebühr erstattet; weitergehende Ansprüche des Kunden sind – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Bei einer Verschiebung wird ein Ersatztermin angeboten.
(7) Workshops und Online-Veranstaltungen finden als synchrone Live-Veranstaltungen zu einem festen Termin über eine Videokonferenz-Plattform (insbesondere Microsoft Teams) statt und ermöglichen die unmittelbare Interaktion zwischen den Teilnehmern und der Dienstleisterin. Es handelt sich nicht um Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG). Eine Aufzeichnung der Veranstaltung oder ein zeitlich unabhängiger Selbstlernkurs wird nicht geschuldet, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
(8) Ein Widerrufsrecht besteht nicht, da der Vertrag ausschließlich mit Unternehmern geschlossen wird. Verbraucherschützende Vorschriften über Fernabsatzverträge, insbesondere ein Widerrufsrecht, finden keine Anwendung.
(9) Für im Rahmen der Veranstaltung überlassene Unterlagen und Materialien gilt § 7 entsprechend.
§ 7 Rechte an Arbeitsergebnissen
(1) Alle von der Dienstleisterin im Rahmen der Zusammenarbeit erstellten Unterlagen, Konzepte, Strukturen, Templates, Prozessbeschreibungen, Coachingmaterialien sowie sonstige Arbeitsergebnisse bleiben – soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart – geistiges Eigentum der Dienstleisterin.
(2) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den im Rahmen der Zusammenarbeit erstellten Arbeitsergebnissen, ausschließlich für eigene geschäftliche Zwecke.
(3) Eine Weitergabe, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Nutzung der Arbeitsergebnisse im Rahmen eigener Dienstleistungen, Programme, Schulungen oder Beratungsangebote ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Dienstleisterin nicht gestattet.
(4) Eine Bearbeitung, Weiterentwicklung oder Nutzung der Arbeitsergebnisse durch Dritte ist ebenfalls nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Dienstleisterin zulässig.
§ 8 Vertraulichkeit
(1) Beide Parteien verpflichten sich, über alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen vertraulichen Informationen, Geschäftsgeheimnisse, Unternehmensdaten sowie interne Abläufe Stillschweigen zu bewahren.
(2) Vertrauliche Informationen dürfen ausschließlich zum Zweck der Durchführung der vereinbarten Zusammenarbeit verwendet werden.
(3) Eine Weitergabe vertraulicher Informationen an Dritte ist nur zulässig, wenn dies zur Vertragserfüllung erforderlich ist oder eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung besteht.
(4) Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit gilt auch über die Beendigung der Zusammenarbeit hinaus.
(5) Sofern zwischen den Parteien zusätzlich eine gesonderte Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) abgeschlossen wurde, gelten deren Regelungen ergänzend zu diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
§ 9 Datenschutz & Auftragsverarbeitung
(1) Die Parteien verpflichten sich, die jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), einzuhalten.
(2) Die Dienstleisterin verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der vertraglich vereinbarten Leistungen und nur soweit dies zur Durchführung der Zusammenarbeit erforderlich ist.
(3) Sofern die Dienstleisterin im Rahmen der Zusammenarbeit personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Datenverarbeitung einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.
(4) Der Kunde stellt sicher, dass er berechtigt ist, die Dienstleisterin mit der Verarbeitung der betreffenden personenbezogenen Daten zu beauftragen und dass die Daten rechtmäßig erhoben wurden.
(5) Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung der Dienstleisterin.
§ 10 Haftung
(1) Die Dienstleisterin haftet unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Die Haftung der Dienstleisterin ist – soweit gesetzlich zulässig – der Höhe nach auf den Auftragswert des jeweiligen Monats beziehungsweise des jeweiligen Projekts begrenzt.
(4) Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(5) Besondere Regelung für vorbereitende Buchhaltung: Die Dienstleisterin erbringt keine steuerliche Beratung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Es erfolgt keine steuerrechtliche Bewertung und keine abschließende Buchung von Geschäftsvorfällen. Sämtliche steuerlichen Pflichten verbleiben beim Kunden beziehungsweise dessen Steuerberater.
(6) Die Dienstleisterin erbringt keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG). Hinweise oder Empfehlungen ersetzen keine anwaltliche Beratung.
§ 11 Vertragslaufzeit & Kündigung
(1) Verträge können projektbezogen oder als laufende Zusammenarbeit geschlossen werden.
(2) Für laufende Dienstleistungen in den Bereichen Virtuelle Assistenz und vorbereitende Buchhaltung beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
(3) Für Coaching- und Beratungsleistungen beträgt die Kündigungsfrist 14 Tage zum Monatsende, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(5) Bereits erbrachte oder gebuchte Leistungen werden grundsätzlich nicht rückerstattet. Für die Stornierung von Workshops und Online-Veranstaltungen gilt vorrangig § 6a Abs. 5.
§ 12 Schlussbestimmungen
(1) Änderungen und Ergänzungen von Verträgen sowie dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(3) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
(4) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz der Dienstleisterin, sofern der Kunde Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist.